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Suchen und finden statt Sucht und verschwinden 

ICH MAG(er) MICH (nicht) 

Bin ich dick? Bin ich dünn? Bin ich schlank? Bin ich schön? Bin ich muskulös? Bin ich sportlich? Bin ich attraktiv? Bin ich genau richtig?

Wie bin ich – im Vergleich zu den anderen?

 

Es ist ganz natürlich, dass sich Menschen mit anderen Menschen vergleichen, wenn sie unter Menschen aufwachsen. Jeder Mensch sucht sein „ich“ unter anderen – besonders als Jugendlicher: Wer bin ich?

Aber:

Bin ich denn nur das, wonach ich aussehe?

Und bin ich nicht, wonach ich nicht aussehe?

 
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Ein „Casting“ für jeden Körper?

Casting-Shows flimmern auf allen Sendern: wer ist der/die Schönste, Attraktivste, Coolste, Beste? Immer wird dabei der Körper unter die Lupe genommen und an einem Schönheitsideal gemessen. Wehe, eine(r) hat da „zuviel“ Speck oder „zuwenig“ Oberweite! Die „Jury“ wird das gnadenlos aufspießen!

Auch wer nie an einer Casting-Show teilnimmt, „lernt“ so, am eigenen Körper ständig herum zu nörgeln: zu dicker Bauch, zu kurze Beine, zu klein, zu schmal .... nie ist „richtig“ schön, was im Spiegel zu sehen ist. Doch:

 
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Unzufriedenheit mit dem eigenen Aussehen

ist oft der Anfang für eine lebensgefährliche Krankheit: die Essstörung. Mager-Sucht oder Ess-Sucht sind verschiedene Formen davon. Wenn ich mich nicht mag, wie ich bin, mager ich mich eben herunter, bis ich so bin wie es angeblich „richtig“ ist?

Wer redet uns eigentlich ein, dass ein gesunder Körper „Mängel“ hat?

 

Mit Mangel gegen Mängel?

„Weniger essen“ soll gegen „mangelhafte Schönheit“ helfen? Stell dir vor, eine Pflanze blüht nicht und du findest das nicht schön. Wäre es das richtige Rezept, ihr weniger Wasser zu geben? Das würde ihr das Mittel zum Leben nehmen – und damit das Mittel aufzublühen. Auch wenn wir uns Menschen die Lebensmittel wegnehmen, macht uns das nicht schöner, sondern traurig, kraftlos und krank.

 

Hunger nach Leben

„Sich nicht satt sehen oder satt hören können“ – was bedeutet das? Damit meinen wir einen unstillbaren Hunger nach wunderbaren Sinneseindrücken, nach herrlichen Landschaften vielleicht oder ergreifender Musik.

Hunger zu haben ist nichts, wofür wir uns schämen müssen. Hunger ist ein Antrieb für jedes Lebewesen auf der Welt. Ein Wesen, das gar keinen Hunger mehr spürt, zieht sich aus dem Leben zurück.

 
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Wird aber Hunger zur selbst auferlegten Qual und die verzehrende Gier nach Lebensmitteln zum Mittelpunkt des Lebens, dann stimmt etwas nicht. Essstörungen haben häufig seelische Probleme als Ursache – einen Hunger nach mehr Liebe und Anerkennung vielleicht oder eine tief sitzende Traurigkeit. Hier muss unbedingt ein Arzt helfen und die Ursachen für das Suchtverhalten suchen. Denn ohne Lebensmittel fehlen uns die Mittel zum Leben und jedes Lebewesen verhungert!

Wer Sorge hat, dass sich sein Leben oder das von Freunden immer mehr um das Essen dreht, der findet wertvolle Informationen zu Magersucht und anderen Essstörungen auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) – zum Beispiel eine Hotline Numme.

Klick hier www.bzga-essstoerungen.de

 
   

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