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Der Tag gegen Lärm - Kinderreporter auf der Pressekonferenz 

Jedes Jahr im April findet der "Tag gegen Lärm" statt. In vielen Städten in Deutschland gibt es dann Aktionen für Kinder und Erwachsene, bei denen demonstriert werden soll, dass zu viel Lärm schlecht für die Gesundheit ist.

 

Damit möglichst viele Zeitungen, Radiostationen und Fernsehsender das Thema aufgreifen, gibt es am Tag zuvor eine Pressekonferenz.

Diesmal mit dabei: die Kinderreporter Greta (11), Daria (11) und Jonah (13).

Sie haben für radio108.de die Pressekonferenz besucht und den Experten dort viele Fragen gestellt.

 

Die drei waren das erste Mal bei einer Pressekonferenz. Natürlich war das aufregend! Vorne sitzen die Fachleute von verschiedenen Organisationen, die über ihre Arbeit berichten.

 

Da konnte man erfahren, welchen Zusammenhang es zwischen zu viel Lärm und Herzkrankheiten gibt.

Die häufigste Berufskrankheit von Bauarbeitern ist Schwerhörigkeit - weil sie zu viel Maschinenlärm ausgesetzt sind.

Besonders erschreckend ist, dass viele Jugendliche sich bereits ihr Gehör ruiniert haben, weil sie sich jahrelang mit zu lauter Musik aus ihren MP3-Playern zugedröhnt haben.

Und selbst in den Klassenzimmern ist es zu laut!

 

Das Motto des Tag gegen Lärm 2011: „Lärm trennt“ 

Aber wen oder was trennt Lärm?

Alte Menschen sind zum Beispiel oft schwerhörig, bekommen nicht mehr so gut mit, was um sie herum passiert und fühlen sich ausgeschlossen.

Oder: Reiche Menschen leiden weniger unter Verkehrslärm als arme Familien, weil sie in ruhigere Gegenden ziehen können.

Viele Kinder und Jugendliche trennen sich bei jeder Gelegenheit freiwillig von ihren Mitmenschen: Ohrstöpsel rein, Musik an und vom Drumherum möglichst nichts mehr mitbekommen.

 

Diese Art des Abschaltens ist besonders gefährlich. Denn viele Jugendliche hören viel zu laut Musik.

Sie setzen sich mehr Lärm aus, als er an vielen Arbeitsplätzen erlaubt ist.

Im Durchschnitt sind die MP3-Player so weit aufgedreht, dass ein ernsthafter Gesundheitsschaden entstehen kann, warnt Herr Jäcker-Cüppers vom Arbeitskreis Lärm in der Deutschen Gesellschaft für Akustik.

Das hat sich Jonah genauer erklären lassen.

 
 
 

MP3 - "Erklärung hören"

Vierzig Stunden Musik in der Woche? Das ist dann doch ein bisschen lang, fanden die Kinderreporter, obwohl sie selbst ziemlich leise Musik hören.

Greta fand es erschreckend, wie viele Jugendliche schon Hörschäden haben. Deshalb fragte sie bei Frau Schulte-Fortkamp genauer nach. Sie ist Professorin und setzt sich seit Jahren dafür ein, dass Lärm nicht krank macht. Warum gibt es denn keine MP3-Player, die ungefährlich sind?

 
 
 

MP3 - "Was sagen die Hersteller von MP3-Playern?"

Und was ist mit "Kinder-Lärm"?  

Bei diesem Thema gehen die Meinungen auseinander.

Natürlich wollen alle, dass Kinder gesund sind und sich viel an der frischen Luft bewegen. Aber am besten sollten sie das möglichst leise tun. Immer wieder gibt es Ärger, weil Kinder herumtoben und dabei Krach machen.

Kinder haben aber keinen Schalter, mit dem man sie leiser stellen kann.

Dürfen sie deshalb so laut sein, wie sie wollen?

 

MP3 - "Wie laut dürfen Kinder sein?"

Das entsprechende Gesetz nennt sich Bundes-Immissionsschutzgesetz. Es wurde im Februar von der Bundesregierung geändert. Vorher wurde Kinderlärm genauso behandelt wie der Krach, den Baumaschinen oder Lastwagen machen. Jetzt  - seit Februar 2011 - kann niemand mehr vor Gericht ziehen, um einen Spielplatz oder Kindergarten verbieten zu lassen. Was denkst du dazu? Diskutiere mit in unserem Forum!

Während der Pressekonferenz haben Daria, Greta und Jonah auch gehört, dass es in den Klassenzimmern zu laut ist. Deshalb haben sie noch einen dritten Experten interviewt, der für mehr Ruhe im Unterricht sorgen will. Nicht etwa, indem er die Kinder in Ferien schickt, sondern mit baulichen Maßnahmen.

 
 
 

MP3 - "Schallschutz im Klassenzimmer"

   

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